Bäuerlicher Grossaufmarsch wegen News aus Bern
1. April 2025 – Die Organisatoren der Mitte-Landwirtschaftskommission wurden wenige Minuten vor Beginn des Anlasses «News aus Bern» langsam nervös. Aufgrund des grossen Besucherandrangs auf dem Bauernhof Windblosen von Hubert Muff mussten kurzfristig noch Festbänke aufgestellt und mehr Apero organisiert werden. Ständerätin Andrea Gmür, Nationalrätin Priska Wismer und die Nationalräte Leo Müller und Pius Kaufmann standen am Anlass den rund 120 Besucher Red und Antwort zur Frühlingssession in Bern.
Nach der Begrüssung durch Landwirtschaftskommissions-Präsidentin Marlis Krummenacher fühlte Moderater Hanspeter Renggli den Bundesparlamentariern auf den Zahn. Ein Höhepunkt der Session war natürlich die Bundesratswahl. Leo Müller räumte mit dem Mythos der «Nacht der langen Messer» auf, Pius Kaufmann zeigte sich beeindruckt von der Fairness und dem guten Umgang der konkurrenzierenden Kandidaten, Priska Wismer relativierte die «hohe» Landwirtschaftsvertretung in der Regierung und Andrea Gmür ordnete den Führungswechsel und die Herausforderungen im Militär aus Sicht der Präsidentin der Sicherheitskommission ein.
Aus landwirtschaftlicher Sicht weiter interessant waren die Beurteilungen der schwierigen Situation rund um die Bundesfinanzen und das problematische Ausgabenwachstum der übrigen Bundesausgaben. Weiter konnte Pius Kaufmann seinen Vorstoss zu RAUS-Innenlaufhöfen erläutern, mit diesem soll für in den letzten Jahren gebaute Ställe Rechtssicherheit erreicht werden.
Heiss diskutiert wurden weiter die Individualbesteuerung von Ehepaaren, die politische Aufarbeitung des Untergangs der Crédit Suisse oder etwa die Entwicklung der Löhne in der Bundesverwaltung.
Der offizielle Teil des Abends wurde mit einer Betriebsführung des Betriebsleiters Hubert Muff abgerundet. Er führte durch seinen beeindruckend eingerichteten modernen Käsereimilchbetrieb. Während des anschliessenden Apéros, der dank des Emmentaler-Käses der hofnahen Käserei und dem zusätzlich organisierten Brot und Bier für alle ausreichte, wurde fleissig weiterdiskutiert.
